Blog

Veganismus ist teuer? Nicht mit diesen Tipps!

pexels-andretti-brown-3714083
Deutsch / Nutrition / Sustainability / Veganism

Veganismus ist teuer? Nicht mit diesen Tipps!

Vegan on a budget: hier gebe ich dir wichtige Hinweise, die nicht nur deinen Bauch, sondern auch dein Portemonnaie freuen werden!

Je populärer die vegane Ernährung wird, desto größer wird auch der Markt um sie herum. Viele Firmen haben bereits entdeckt, dass man mit veganen Produkten gutes Geld machen kann, was zum Teil absurd ist, wenn man bedenkt, dass Analogkäse (also pflanzlicher Käse als Ersatz für Kuhmilchkäse) früher noch als billige Alternative galt. Heute ist die vegane Alternative meist teurer als ihr tierisches Pendant. Damit droht Veganismus auch zu einem Lifestyle zu werden, den sich nur bestimmte Menschen leisten können. Allerdings gibt es immer noch die Möglichkeit, vegan mit wenig Budget zu leben. Hier sind meine Tipps dazu:

  1. Kaufe größere Mengen! Wenn du kannst, dann kaufe Produkte in größeren Mengen. Gerade Trockenware, die sich länger lagern lässt, eignet sich dafür gut. Kaufe das Kilo anstatt der 500g. Vielleicht kannst du sogar alle paar Monate im Großhandel einkaufen?
  2. Schau regelmäßig auf Angebote! Vegane Produkte oder Grundnahrungsmittel sind oftmals auch im Angebot. Es lohnt sich also, einmal die Woche bei deinen gängigen Supermärkten nachzuschauen, ob dich dort etwas im Angebot anspricht. Sei hier aber besonders achtsam, ob du das Produkt rechtzeitig verbrauchen kannst, denn sonst können hier am Ende Lebensmittel in der Tonne landen.
  3. Vergleich die Preise! Es lohnt sich, zu vergleichen, was Produkte wo kosten – insbesondere, wenn du sie in größeren Mengen kaufst. Drogerien zum Beispiel bieten mittlerweile auch günstige vegane Produkte an, zum Teil sogar in Bio-Qualität. Oder ein Bio-Mark kann zum Beispiel günstigere Bio-Produkte als reguläre Supermarkte anbieten, weil die Produktbandbreite größer ist.
  4. Werde deine eigene Produktionsstätte: Selbermachen kommt oft günstiger. Es ist beispielsweise günstiger, getrocknete Bohnen zu kaufen, um diese dann zu kochen, anstatt gekochte Bohnen aus der Dose zu kaufen. Auch Mehle kann man mit einem Standmixer selbst machen, wie Kichererbsen- oder Kokosmehl. Generell gilt: je verarbeiteter, desto teuer (als Faustregel). Ebenso ist es meist günstiger, sich Gewürzmischungen selbst zu mischen als fertige zu kaufen. 
  5. Mache Ersatzprodukte selbst!  Hast du schon mal Seitan selbst gemacht? Denn gerade vegane Ersatzprodukte haben oft einen stolzen Preis. Auch wenn es eine längere Arbeit sein kann, lohnt es sich, selbst Hand anzulegen – meist mache ich dann auch größere Mengen Seitan und friere den Rest dann ein. Außerdem kannst du dann selbst über den Geschmack bestimmen. Vegane Mayonnaise ist auch superleicht selbst zu machen – dein Portemonnaie wird dir dafür danken.
  6. Fall nicht auf Superfoods rein! Superfoods sind eine Reihe von Produkten, die ich als Lifestyle-Produkte mit gutem Marketing bezeichnen würde. Eigentlich nicht notwendig, aber wir glauben dennoch, sie zu brauchen. Meist sind sie in Mitteleuropa nicht heimisch, müssen von weit weg importiert werden (das Klima freut sich auch nicht gerade darüber) und werden zu hohen Preisen verkauft. Greif stattdessen zu heimischen Produkten, kaufe Heidel- statt Gojibeeren, Lein- statt Chiasamen.
  7. Iss gerettete Lebensmittel! Wir schmeißen täglich unglaubliche Mengen an Essen weg – obwohl das meiste davon sogar noch genießbar wäre. Um dagegen vorzugehen, kannst du dich zum Beispiel bei gemeinnützigen Organisationen wie Foodsharing anmelden – oder dich auf jeden Fall rechtzeitig um deine gekauften Lebensmittel kümmern, damit diese nicht im Müll landen.
  8. Sei kreativ bei Rezepten! Viele vegane Rezepte kommen beispielsweise aus den Vereinigten Staaten, wo Mandelmus deutlich günstiger ist als in Mitteleuropa. Darum lohnt es sich, nach günstigeren Alternativen zu suchen – wie zum Beispiel Erdnussmus. Mein persönlicher Geheimtipp: Ich nutze Sonnenblumenkerne anstelle von Cashewnüssen und spare damit sehr viel Geld. Oder benutze bei Gemüse zum Beispiel einfach, was du im Kühlschrank hast – so landet am Ende auch nichts in der Tonne.

Auch wenn das vielleicht etwas überwältigend wirken kann – geh erst einen Schritt nach dem anderen. Sobald du zum Beispiel weißt, wo deine Hafermilch besonders günstig und lecker ist, ist dieses Rätsel erstmal gelöst. Auf lange Sicht lohnt es sich vielleicht auch, über den Kauf entsprechender Küchengeräte nachzudenken. Meine Tipps sind zum Beispiel eine Küchenmaschine (food processor), ein Standmixer (wenn du tiefer in die Tasche greifen willst, kannst du dir damit zum Beispiel auch Nussmuse selbst machen), ein elektrischer Druckkochtopf und vielleicht auch eine Knetmaschine für die Zubereitung von Seitan.

Hast du noch weitere Tipps? Dann schrieb sie mir gerne in die Kommentare!

 

 

Leave your thought here

Your email address will not be published. Required fields are marked *